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"Projekt 18" ohne Lebenserfahrung

Eichhorn gegen Zulassung der Praeimplantationsdiagnostik

(16.10.2001)

Berlin (ALfA) Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB hat die am Dienstag von der FDP in einem Entschliessungs-antrag geforderten begrenzten Zulassung der Praeimplantationsdiagnostik fuer werdende Eltern mit schweren Erbkrankheiten kritisiert. "Die Praeimplantationsdiagnostik ist grundsaetzlich abzulehnen. Embryonen duerfen nicht unter genetischen Gesichtspunkten einer Bewertung unterzogen und gegebenenfalls ausgesondert werden. Damit wird eine Selektion nach Behinderung und Krankheiten zugelassen und zwischen "lebenswertem" und "nicht lebenswertem" Leben unterschieden", so Eichhorn.

Das Argument der FDP, dass dieses Verfahren nur auf eng zu begrenzende Faelle, z.B. bei schweren Erbschaeden, zu beschraenken sei, widerspreche jeder Lebenserfahrung. Es besteht die Gefahr, dass nach der Zulassung der PID auch das Tor fuer eine generelle Selektion geoeffnet werde. Damit koenne entsprechend dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand, z.B. das Geschlecht, die Groesse oder die Haarfarbe ausgewaehlt werden. Bereits bei der Praenataldiagnostik zeigen die Erfahrungen, dass diese sich entgegen der urspruenglichen Aussage der Fachleute zu einem Screeningverfahren entwickelt hat, das heute beinahe regelmaessig Anwendung findet. Eine aehnliche Entwicklung ist auch bei der PID zu befuerchten.

"Die Menschenwuerde steht nach Artikel 1 des Grundgesetzes nicht zur Disposition. Je weiter die Forschung voranschreitet, desto schwieriger wird die Definition von Grenzen. Deshalb ist es notwendig, sich nicht nur an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Interessen zu orientieren, sondern klare ethische Grenzen zu setzen", so Eichhorn.