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Marsch für das Leben 2016 am 17.09.2016 in Berlin

Pressemitteilung des BVL zur "Woche für das Leben"

„Unser Zeugnis wird immer wichtiger!“ Martin Lohmann fordert im Namen des BVL eine „wirklich würdevolle Sterbekultur“.

(16.04.2015)

Bonn/Berlin. Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) begrüßt die diesjährige „Woche für das Leben“, die von den Kirchen am kommenden Samstag in Hamburg eröffnet wird und sich dem Thema „Sterben in Würde“ widmet. Aus diesem Anlass lädt der BVL ebenfalls nach Hamburg zu einer Fachtagung ein, die eigens unterbrochen wird, um gemeinsam an der Eröffnung teilnehmen zu können. Der BVL-Vorsitzende und katholische Publizist Martin Lohmann betont in diesem Zusammenhang, dass „unser gemeinsames Zeugnis für das Leben immer wichtiger“ wird.

Das selbstverständlich jedem Menschen gegebene Lebensrecht sei „längst in unserer Gesellschaft alles andere als selbstverständlich“. Nicht zuletzt Christen seien aufgerufen, in einem „Ozean der Unmenschlichkeit und Zerstörung Inseln der Humanität zu bilden und gegen den Verlust von Freiheit und Leben mutig anzukämpfen“, so Lohmann. Er wünsche sich, dass das gemeinsame Zeugnis nicht nur am Ende des irdischen Lebens eindeutig und unerschrocken hell sei, sondern auch am Anfang: „Ich wiederhole unsere herzliche Einladung an alle, denen das Leben etwas wert ist: Kommen Sie zum „Marsch für das Leben“ am 19. September nach Berlin und lassen Sie uns ein gemeinsames friedvolles und starkes Zeugnis geben!“

Die Fachtagung, die der BVL in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden ausrichtet, widmet sich dem Thema „’Du sollst nicht töten .... lassen’ – Grenzen der Selbstbestimmung“. Der Philosoph Robert Spaemann erklärt, warum es kein „gutes Töten“ geben kann. Der Sozialethiker Manfred Spieker macht deutlich, warum Selbsttötung kein neues Menschenrecht sein kann und darf, und der Mediziner Axel Bauer benennt die ethischen und rechtlichen Aspekte des „Notausgangs Assistierter Suizid“. Mit Besorgnis nimmt der BVL zur Kenntnis, dass die Kirchen dem umstrittenen Mediziner Michael de Ridder eine offizielle Bühne bieten. Man hoffe sehr, dass seine Gesprächspartner wie der Münchner Kardinal Marx die Gelegenheit nutzen werden, zweifelhafte Ideen, die zur Aufweichung und Beschädigung des Lebensschutzes führen können, entschieden zurückzuweisen. Der BVL-Vorsitzende sagt hierzu:


„Wir fordern das Verbot jeglicher Beihilfe zum Selbstmord, nicht nur der organisierten. Ärzte dürfen nicht zu einer Lebensgefahr werden müssen, sondern sind Helfer zum Leben“. Der geplante neue Paragraph 217 des Strafgesetzbuches dürfe den gebotenen Schutz des Lebens in keiner Weise verdunkeln. Daher habe der Staat hier eine Pflicht hat, jeden Missbrauch zu verhindern. Eine Beihilfe zur Selbsttötung dürfe „keineswegs bagatellisiert“ werden.

Der BVL plädiert für eine „Kultur der menschenwürdigen Begleitung in schweren Zeiten“ und hofft, dass die „Woche für das Leben“ hier wegweisend helfen kann. Lohmann: „Wir brauchen viel mehr Solidarität statt einer noch so geschmeidig verbrämten Einladung zur Selbsttötung! Mehr Palliativmedizin, bitte! Aber keine Suizidverführung!“ Wer das Tötungsverbot mit dem Selbstbestimmungsrecht wegdrücken wolle, betrete eine für die Humanität gefährliche Zone. Und aus der Suizidpräventionsforschung wisse man, dass die allermeisten Suizide aufgrund nicht erkannter und daher unbehandelter schwerer psychischer Krisen oder Erkrankungen begangen werden. Von wirklicher Selbstbestimmung könne da keine Rede sein. Der BVL-Vorsitzende im heutigen Zeitungs-Interview der „Tagespost“: „Gebraucht werden keine Hände, die töten, sondern Hände und Herzen, die beim Sterben da sind und der Würde entsprechend würdig helfen. Begleitung statt Beseitigung! Solidarität statt Selbsttötung. Der Tod gehört zum Leben, nicht aber das Töten.“