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Pressemitteilung des Bundesverbandes Lebensrecht: Der Vorsitzende des BVL, Martin Lohmann, zu den neuesten Abtreibungszahlen in Deutschland

Angesichts eines Rückgangs der in Deutschland vorhandenen Frauen im gebärfähigen Alter wäre es fatal, hier den Rückgang der Abtreibungszahlen um 1,4 Prozent als Fortschritt zu bezeichnen.

(07.03.2012)

"Es ist nach wie vor eine ebenso erschreckende wie entlarvende Nachricht, dass auch im Jahr 2011 in unserem Land nach offizieller Zählung rund 109.000 Menschen noch vor ihrer Geburt getötet wurden.  Angesichts eines Rückgangs der in Deutschland vorhandenen Frauen im gebärfähigen Alter wäre es fatal, hier den Rückgang der Abtreibungszahlen um 1,4 Prozent als Fortschritt zu bezeichnen.
Angesichts der zum Glück immer noch nicht ganz ausgestorbenen Scham bei Ärzten, die nicht alle tatsächlich vorgenommenen Abtreibungen melden, ist nach wie vor von einer ebenso hohen Dunkelziffer von Kindstötungen auszugehen, die nirgendwo statistisch erfasst sind.

Fakt ist nach wie vor, dass die Tötung von Menschen im Mutterleib weltweit die Todesursache Nummer Eins ist. Und diese "Ursache" ist eine von Menschen gemachte. Nicht nur so gesehen ist es furchtbar, dass nach den jetzt vorliegenden Zahlen 60 Prozent aller Abtreibungen von Frauen (und nicht selten den dahinter stehenden feigen Vätern) vorgenommen werden, die bereits Mutter von mindestens einem lebendgeborenen Kind sind.

Zu berücksichtigen ist übrigens auch, dass sich die veröffentlichte Gesamtabnahme der Kindstötungen nur auf die früheren Entwicklungsstadien bezieht. Ab 12 Wochen und aufwärts gibt es teilweise Abtreibungszuwächse von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Eine Gesellschaft, die die Tötung von Menschen, denen die Unantastbarkeit der Würde und des Lebensrechtes vom ersten Augenblick der Zeugung bis zum natürlichen Tod zusteht, als Mittel der Planung zulässt, verwirkt jede wirkliche Humanität und jeden Anspruch auf Qualität. Auch die Zunahme der Tötung bei Mehrlingsschwangerschaften und die Erhöhung der Tötung um 39 Prozent bei sogenannten überzähligen Kindern verrät eine lebensgefährliche Dekadenz unserer Gesellschaft.

Kurzum: Auch die neuen Abtreibungszahlen sind eine entschiedene Einladung an alle, denen das Leben etwas bedeutet, für eine Kultur des Lebens und gegen eine Unkultur des Tötens zu kämpfen."