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Mix it, baby: Europaeisches Patentamt weist Klage gegen Mischwesen ab

(16.10.2001)

Muenchen (ALfA). Das Europaeische Patentamt (EPA) in Muenchen hat einen Einspruch gegen ein Patent auf Mensch-Tier-Mischwesen zurueckgewiesen. Ein Sprecher der Behoerde bestaetigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Umweltschutz-organisation Greenpeace. Damit bleibt das Patent EP 322240 der US-amerikanischen Universitaet Stanford wirksam, das sich auf Tiere erstreckt, denen menschlichen Zellen oder Organe eingepflanzt werden.

Bekanntestes Beispiel solcher "Chimaeren" ist die so genannte "Ohrmaus", der ein menschliches Ohr auf den Ruecken verpflanzt wurde. Wie Greenpeace berichtet, zaehlt die Patentschrift Maeuse mit menschlichen Blutzellen sowie Affen mit menschlichen Gehirnteilen auf. Forscher erhoffen sich von solchen Chimaeren unter anderem Fortschritte in der Transplantationsmedizin. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa begruendete das Patentamt seine Entscheidung mit dem moeglichen medizinischen Nutzen zur Bekaempfung verschiedener Krankheiten oder zur Behebung des Organmangels fuer Transplantationen. Das EPA koenne nicht als "moralischer Zensor" auftreten, auch wenn viele Menschen die Erzeugung von Tieren mit Gewebe aus menschlichen Foeten fuer unmoralisch hielten. Heftige Kritik an der Entscheidung uebte die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die ebenfalls Einspruch gegen das Patent erhoben hatte. "Derartige Patente sind ethisch nicht vertretbar", sagte Christoph Then, Gentechnik-Experte von Greenpeace.