Bundesverband Lebensrecht e. V.


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Martin Lohmann

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Marsch für das Leben 2016 am 17.09.2016 in Berlin

Keine Selektion menschlichen Lebens

Der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, erklärt zu dem Gruppenantrag auf Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch Peter Hintze, Ulrike Flach, Carola Reimann, Petra Sitte und Jerzy Montag:

(23.12.2010)

"Der federführend vom CDU-Abgeordneten und evangelischen Theologen Peter Hintze kurz vor Weihnachten vorgestellte Antrag ist ein bewusst irreführender Entwurf zur Legalisierung der Selektion von menschlichen Embryonen im Labor. Es würde das Gegenteil der darin suggerierten Intention Wirklichkeit werden, sollte dieser Gesetzentwurf tatsächlich genügend Unterstützer finden. Das Ziel ist ganz offensichtlich, unter dem Schleier von sogenannten Einzelfallprüfungen, die Schutzwürdigkeit eines Embryos von subjektiven Kriterien abhängig zu machen und damit generell in das Ermessen der Beteiligten zu stellen.
Hier wird nicht etwa Rechtsklarheit gestiftet, sondern im Gegenteil Verwirrung. Offenbar wollen die Initiatoren ausblenden, dass die PID der Persilschein zur Selektion und Tötung menschlichen Lebens ist, wenn mögliche Behinderungen bestehen könnten.
Der Volksvertreter Peter Hintze täuscht die Öffentlichkeit, wenn er in diesem Zusammenhang von Humanität spricht und die PID eine „humane Alternative“ zur Pränataldiagnostik nennt. Offensichtlich wollen Vertreter eines rücksichtslosen Fortschrittsoptimismus immer weniger akzeptieren, dass das Lebensrecht – auch das der Ungeborenen -  zu keinem Zeitpunkt teilbar ist. Die mögliche Konsequenz einer entsprechenden Diagnostik ist in beiden Fällen (PID und Pränataldiagnostik) die Tötung eines bereits vorhandenen und heranwachsenden Menschen. Dieser ist nicht nur eine befruchtete Eizelle, sondern jeweils ein einmaliger, nicht austauschbarer Mensch.
Es ist im Sinne wahrer Humanität nur zu wünschen, dass sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages umfassende Informationen einholen und ihr Gewissen an der Wahrheit und der Achtung jeden Lebens ausrichten. Angela Merkel (CDU), Julia Klöckner (CDU) und Andrea Nahles (SPD) sowie andere verdienen eine breite Unterstützung, wenn sie ein konsequentes Verbot der PID fordern und damit den schutzlosen Embryo auch im Labor schützen wollen.  Ein „Nein“ zum Leben von eventuell Behinderten ist keine humane Alternative. Wer anderes behauptet, verrät das Leben und die Unantastbarkeit der Menschenwürde, die sich eben nicht am Grad der Gesundheit bemisst, sondern ohne Wenn und Aber (vor)gegeben ist. Gerade dies ist auch zu Weihnachten die zentrale christliche Botschaft, die für alle Menschen gilt.“