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Kaminski: „Europa muss das Recht auf Leben stärker respektieren“

Lebensrechtler übergeben dem Präsident des Europäischen Parlaments 500.000 Unterschriften

(15.12.2009)

Straßburg. „Europa muss das Recht auf Leben stärker respektieren und umfassender schützen“. Das forderte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), Dr. med. Claudia Kaminski, heute in Straßburg, wo Lebensrechtler aus ganz Europa mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek zusammentrafen. Angeführt von dem Europaabgeordneten und Präsidenten der italienischen Lebensrechtsbewegung Carlo Casini, übergaben die Lebensrechtler Buzek dabei die Europäische Petition „Für das Leben und die Würde des Menschen“ sowie eine halbe Million Unterschriften.

„Bei Parlamentspräsident Jerzey Buzek ist die Petition sicher in guten Händen“, erklärte Kaminski, die sich erfreut „über die herzliche Atmosphäre“ zeigte, in der die Begegnung der Lebensrechtler mit dem Parlamentspräsidenten und Mitgliedern des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments stattfand. 

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In der Petition bekennen sich die Unterzeichner unter anderem dazu, dass „jeder Mensch das Recht auf Leben“ besitzt und zwar „von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“ und fordern das Europäische Parlament auf, sicherzustellen, dass Art. 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Art. 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und der Grundfreiheiten sowie Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, in denen dieses Recht verankert ist, überall in Europa entsprechend interpretiert werden.

 

Kaminski: „Auf dem Territorium der Europäischen Union verliert alle 25 Sekunden ein Mensch sein Leben durch Abtreibung. Für eine Staatengemeinschaft, die sich die Wahrung der Menschenrechte auf ihr Panier geschrieben hat, ist das ein unglaublicher, nicht hinnehmbarer Skandal. Den feierlichen Worten in den völkerrechtlichen Dokumenten müssen endlich auch Taten folgen. Wir wissen natürlich, dass dies aus verschiedenen Gründen schwierig wird. Deswegen fordern wir in der Petition auch nur Dinge, die sich sehr einfach bewerkstelligen lassen, wie den sofortigen Stopp der finanziellen Förderung der verbrauchenden Forschung an menschlichen Embryonen. Das kostet nichts, ist einfach und überaus wirksam“, so die Ärztin weiter. „Auch wollen wir erreichen, dass künftig sämtliche Entschließungen, Stellungnahmen, Empfehlungen, Regelungen, Entscheidungen oder Richtlinien der Europäischen Union, des Europarates und der Vereinten Nationen, die das Recht auf Leben und die Familie mittelbar oder unmittelbar betreffen, das Recht auf Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod respektieren“, so Kaminski abschließend.