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Inklusion statt Selektion – Stoppt PID jetzt!

Demo vor dem Reichstag: Lebensrechtler fordern von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Verbot der PID

(09.09.2010)

(Berlin) Zur heutigen angekündigten Demonstration von Mitgliedern der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) und der „Kooperativen Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren“ (KALEB) vor dem Berliner Reichstag erklärt Prof. Dr. med. Holm Schneider: Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ermöglicht es, Menschen im frühesten Stadium ihrer Entwicklung wegen einer genetischen Abweichung auszusortieren. Dies steht im Gegensatz zu allen Bemühungen,
Kranken und Behinderten Teilhabe an unserer Gesellschaft zu gewähren. Dies bahnt den Weg zum Designer-Baby und zur gezielten Produktion von Menschen als Ersatzteilspender. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder hat nach dem umstrittenen Urteil des Bundesgerichtshofs zur Strafbarkeit der PID öffentlich angekündigt, dass sich die Unionsfraktion bei ihrer Klausurtagung mit dem Thema befassen werde. Deshalb sind wir heute hier. Mit unserer Mahnwache wollen wir die Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an das Grundsatzprogramm der CDU erinnern. Darin
heißt es wörtlich: „Wir treten für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik ein.“
Wir erwarten daher von beiden Unionsparteien, dass sie auch in einer Koalition mit der FDP dem „C“ in ihrem Namen erkennbar Rechnung tragen und eine Gesetzesinitiative für ein eindeutiges Verbot der PID starten. Unser Grundgesetz fordert die Achtung aller Menschen einschließlich Kranker und Behinderter. Wir fordern Verständnis und Annahme, nicht Aussonderung ungeborener Menschen.
Prof. Dr. Holm Schneider ist Mitglied des Bundesvorstandes der ALfA e.V.