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Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, fordert von Familienministerin Schröder ein „klares und logisches Ja zum Leben“

Es ist enttäuschend, dass eine christdemokratische Familienministerin die Hoffnung äußert, dass die Kirchen sich in ein mögliches PID-System einbinden lassen könnten.

(30.05.2011)

"Die von der christdemokratischen Familienministerin Kristina Schröder geäußerte Hoffnung, die Kirchen könnten sich in ein mögliches PID-System einbinden lassen, entbehrt jeder Logik und muss als hoffnungslose Enttäuschung gewertet werden. Es ist schade, dass die zum Teil sehr nachdenklich geführte und argumentationsstarke Diskussion über ein notwendiges Verbot der PID offenbar bei der Ministerin im Unterschied zu zahlreichen anderen Volksvertretern bislang keine Erkenntniswirkung zeitigte. Offensichtlich meint sie immer noch, das Lebensrecht des Menschen könne teilbar sein und sei bei mangelnder Gesundheit nur mangelhaft gegeben. Eine solche Meinung ist nicht nur tragisch, sie ist auch gefährlich. Es ist zudem absurd, von den Kirchen die Beteiligung an einer möglichen Selektion menschlichen Lebens zu erwarten.

Ich wiederhole daher gerne und entschieden, was unbestritten ist und gerade von einer Familienministerin erkannt werden sollte: Es handelt sich nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle um einen wachsenden Menschen. Wer aber durch eine Diagnostik den Weg zur Selektion und damit zur Tötung menschlichen Lebens eröffnet, versündigt sich und zerstört das unantastbare Lebensrecht. Zugleich wäre dies ein Angriff auf die Humanität und der Einstieg in ein unseliges Unterscheiden zwischen wertem und unwertem Leben. Diese Unterscheidung aber darf es niemals geben.

Daher fordern wir von der Familienmisterin ein klares und logisches Ja zum Leben, nicht aber die Formulierung maßstabsloser Erwartungen an die Kirchen. Zugleich bedanken wir uns bei allen Abgeordneten, die in den vergangenen Wochen mit Sorgfalt und großer Verantwortung sich bereits für ein PID-Verbot und damit gegen jede Selektion  entschieden haben. Sie leisten damit einen kostbaren Dienst für mehr Humanität und die Stärkung des Lebensrechtes eines jeden Menschen, das unantastbar sein und bleiben muss.“