Bundesverband Lebensrecht e. V.


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Martin Lohmann

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"Danke für viel Unterstützung beim Ja zum Leben!"

Im Vorfeld des diesjährigen Marsches für das Leben am 17. September in Berlin sind beim Bundesverband Lebensrecht zahlreiche Grußworte von wichtigen Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft eingegangen.

(16.09.2011)

Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann ist allen "Unterstützern unseres Zeugnisses für eine Kultur des Lebens" ausgesprochen dankbar. Durch die klaren und eindeutigen Grußworte wissen sich die Teilnehmer des Marsches "bestätigt und ermutigt, in ihrem wichtigen friedlichen Einsatz für die Unantastbarkeit des Lebensrechtes nicht nachzulassen", so Lohmann. Leider werde ja immer noch vielfach verdrängt, dass die Tötung noch nicht geborener Menschen weltweit die häufigste Todesursache sei, "und zwar eine von Menschen gemachte und zu verantwortende". Der BVL-Vorsitzende: "Täglich werden rund um den Globus sage und schreibe 125.000 Menschen im Mutterleib getötet. Und allein in Deutschland sind es mindestens 110.000 Ungeborene pro Jahr, wobei viele Abtreibungen erst gar nicht gemeldet und daher auch nicht offiziell erfasst werden." Das dürfe niemanden, dem das Leben etwas wert sei, kalt und gleichgültig lassen. Das Zeugnis der Teilnehmer des Marsches für das Leben sei, das zeigten die vielen unterstützenden Grußworte, auch ein stellvertretendes Zeugnis für viele andere.

Zitate aus Grußworten 2011:

Apostolischer Nuntius, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset:
„Der jüngst selig gesprochene Papst Johannes Paul II. hat mit dem ihm eigenen Gespür für die Zeichen der Zeit als ein Kennzeichen der Gegenwart eine gewisse – und leider im Wachsen begriffene - Haltung der Gesellschaft gegen das Leben festgestellt und sie als „Kultur des Todes“ bezeichnet. In diesem Sinne schrieb er in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2001 über den Dialog zwischen den Kulturen von der Ausschaltung Gottes aus der Gesellschaft: „Eine Kultur, die es ablehnt, auf Gott Bezug zu nehmen, verliert ihre Seele, findet sich nicht mehr zurecht und wird zu einer Kultur des Todes“ (Nr. 9). Im Dekalog steht eindeutig das Gebot: „Du sollst nicht töten“, das heißt: Du sollst das Leben fördern und schützen – vom Anfang bis zum Ende seiner Entfaltung.“

Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin:
„ Sie leisten Kostbares! Denn in der Tat ist das Lebensrecht eines jeden Menschen zu keinem Zeitpunkt seiner Existenz teilbar oder quantifizierbar. Das Lebensrecht und die Menschenwürde sind und bleiben immer ganz gegeben und müssen unantastbar sein. Diese Wahrheit ist das einzig stabile Fundament für eine humane Gesellschaft, die zu bauen wir alle immer aufgefordert sind. Alle Menschen sind Kinder Gottes, also Kinder des barmherzigen Vaters, der allein Herr über Leben und Tod ist.
Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie an die damit verbundene Kultur des Lebens erinnern und sich in aller Toleranz auch von Missverständnissen und Beschimpfungen nicht von Ihrem Zeugnis für Gott und seine Schöpfung abbringen lassen. Sie leisten damit nicht zuletzt auch einen wertvollen Dienst für die Mütter und Väter, Frauen und Männer, denen das Wunder des Lebens noch nicht geborener Menschen anvertraut ist. Bleiben Sie als Gesegnete auf diesem guten Weg!“

Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:
„Das Recht auf Leben wird heute immer mehr in Frage gestellt, ob am Anfang oder am ende des Lebens. Dies wird nicht zuletzt deutlich mit der gerade beschlossenen Freigabe der „Präimplantationsdiagnostik“. Man muss sich noch einmal vergegenwärtigen, was dieser Beschluss bedeutet: Menschen dürfen mittels PID schon vor der Einpflanzung im Mutterleib aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften ausgesondert und getötet werden. Es ist gut, dass Sie heute zeigen, dass es Menschen in unserem Land gibt, die sich nicht damit abfinden und dagegen kämpfen. Wer jetzt schweigt, macht sich mitschuldig. Wir haben die Pflicht, uns für die einzusetzen, die dies selber für sich nicht können: Die ungeborenen Kinder, die Kranken und die Menschen mit Behinderungen. Auch wenn der Eindruck entsteht, der Kampf für das Lebensrecht sei verloren: jeder Menschen, den wir retten, lohnt den Einsatz. Ich bin sicher, dass auch die heutige Demonstration viele zum Nachdenken bringen wird.“
 
Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion:
„In unserer Gesellschaft schwindet das Bewußtsein für das moralische Gewicht einer Abtreibung und anderer Angriffe auf das Leben. Falsch wäre es hingegen, angesichts dieser Entwicklung in Resignation zu verfallen. Vielmehr stehen wir um so mehr in der Verantwortung, nach Wegen zu suchen, wie wir werdende Mütter und Eltern in ihrer Entscheidung für ein Kind bestärken und unterstützen können. (…) Auch wenn es nicht populär ist, ist es unsere Pflicht, in aller Klarheit Abtreibungen immer und immer wieder als Tötung zu benennen. Dabei vergessen wir das Leid derer nicht, die nach einer Abtreibung schwer an dieser Entscheidung tragen und ein moralisches und existentielles Drama erleben (…) Meine Gedanken begleiten Sie und ich wünsche Ihnen Gottes Segen für das Leben“.

Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln:
„ Es ist nicht immer leicht, einen Marsch anzutreten und sich auf den Weg zu machen. Sie wissen, dass Ihnen für Ihr Engagement weniger Sympathie und Dankbarkeit als Hass und Spott entgegenschlagen werden; die Teilnehmer des letztjährigen Marsches haben das am eigenen Leib erfahren. Eigentlich stellt dies kein Grund zur Freude dar, aber uns Christen ist die nur vordergründig paradoxe Ermutigung Christi geschenkt: „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt“. (Matthäusevangelium 5,11-12).“

Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche:
„Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und erbitte von Gott, dass in unserer Gesellschaft ein Umdenken einsetzt. Möge in Zukunft das von Gott geschenkte Leben für jeden Menschen aus seiner Hand genommen werden. Möge dazu der Marsch für das Leben eine Hilfe sein.“

Philipp Mißfelder MdB, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands
Dorothee Bär MdB, Stv. Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands
Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Senioren Union der CDU:
„ Angesichts von 110.000 Abtreibungen, die jährlich in Deutschland durchgeführt werden, wird deutlich, wie wichtig es ist, dass wir uns gemeinsam und vehement für den Schutz des ungeborenen Lebens stark machen. Die Unantastbarkeit der menschlichen Würde als das universellste Menschenrecht gilt für alle – insbesondere aber für noch nicht geborene Kinder. Neben dem Thema Abtreibung sprechen sich Junge Union und Senioren Union auch gegen Stammzellforschung und aktive Sterbehilfe aus. Hier gilt der moralische und ethische Grundsatz: Der Mensch darf nicht alles tun, wozu er technisch in der Lage ist. Es ist gut, dass der Bundesverband Lebensrecht e.V. sich auch hier aktiv für den Lebensschutz einsetzt und dazu ermahnt, ethische Grenzen einzuhalten.“

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz:
„Das menschliche Leben ist in allen seinen Phasen zu schützen. Sein Schutz ist eine Aufgabe für alle und bedarf in der heutigen Zeit und in unserer hochentwickelten Gesellschaft des Engagements vieler. Aktuelle Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, sich dieser Aufgabe anzunehmen: so wurde im Juli dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet, welches die Präimplantationsdiagnostik und so die Selektion menschlichen Lebens in Ausnahmefällen für nicht rechtswidrig erklärt.(…) Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Engagement für den Schutz des menschlichen Lebens, das unserer christlichen Überzeugung  Ausdruck verleihen will, dass der Mensch Geschöpf und Abbild Gottes ist.“

Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin:
„Mir ist es wichtig, dasjenige Leben zu schützen, das unseres Schutzes besonders bedarf; es geht um Leben, das sich selber nicht schützen kann, das der Entscheidung anderer ausgeliefert ist. Wir müssen daher Menschen, die keine Stimme haben, eine Stimme geben – ob das nun ein Embryo ist oder ein Komapatient. Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes gibt all diesen Menschen eine Stimme: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Leider kommt es in gesellschaftlichen Debatten nur zu oft vor, dass diese Stimme ungehört verhallt. Es liegt an uns, dieser Stimme Gehör zu verschaffen. Wenn niemand  bereit ist, den Stummen Gehör zu verschaffen, dann haben diese keine Stimme, dann hat der Lebensschutz keine Stimme, dann hat die Menschenwürde keine Stimme.“

Wolfgang Bosbach MdB, Vorsitzender des Innenausschusses des deutschen Bundestages:
„Wie wir mit den Schwachen, den Sterbenden oder den Ungeborenen umgehen, wird zum Gradmesser der Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft werden. Die teuersten medizinischen Einrichtungen und die besten Bauten sind wertlos, wenn die menschliche Zuwendung fehlt. Für Politik und Gesellschaft muss daher immer der Grundsatz gelten: in dubio pro vita“ – im Zweifel für das Leben!“   

Gregor Maria Hanke OSB, Bischof von Eichstätt:
„Sobald menschliches Leben vom Tod durch Menschenhand bedroht ist, sind wir als Christen zum Einsatz gerufen. Schutz, Beistand, Geborgenheit, bestmögliche pflegerisch-medizinische Versorgung, Zuspruch und Gemeinschaft sind Konkretionen dieses Einsatzes, ebenso wie eine klare, unserem christlichen Gewissen verpflichtete Sprache, die Unrecht beim Namen nennt: wenn es in den Medien etwa heißt, dass es im letzten Jahr 2010 wieder über 110.000 „Schwangerschaftsabbrüche“ gab, so wird damit sprachlich beschönigt und verschwiegen, dass es keinen Abbruch einer Schwangerschaft gibt ohne Tötung des im Mutterleib heranreifenden Kindes. Zu unserem christlichen Engagement gehört es außerdem, sich in die öffentliche politische und mediale Diskussion einzubringen und Stimme für all jene zu erheben, die es selbst noch nicht oder nicht mehr können. Für dieses Engagement möchte ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen und Ihnen und Ihrer Aktion viele offene Ohren und Herzen wünschen.“


Dorothee Bär MdB, Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und stv. Generalsekretärin der CSU:
„ Was gibt es Wichtigeres als das das Recht auf Leben? Das Recht auf Leben garantiert uns eine Gesellschaft voll bunter Lebendigkeit und Vielfalt. Ohne ein Recht auf Leben wäre alles auf dieser Welt traurig und grau. Das möchte ich nicht. Ich möchte, dass junges Leben geschützt und altes Leben umsorgt wird. Ich möchte, dass Leben heranreifen kann, ohne Rechtfertigungsgrund. Für mich gibt es in dieser Frage keine Abwägung, ich sage Ja zum Leben. Wenn Sie, liebe Teilnehmer, heute für das Leben marschieren, bin ich ganz bei Ihnen. (…) Ich danke Ihnen für Ihr öffentliches Bekenntnis zur Menschenwürde, zur Nächstenliebe, zum Leben.“

Dr. Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg:
„Der Marsch für das Leben am 17.September 2011 in Berlin ist aus der positiven Grundhaltung dem Wert eines jeden menschlichen Lebens heraus zu verstehen. Immer wieder muss auf die Unverfügbarkeit und die Würde des Menschen mit aller Deutlichkeit hingewiesen werden. Dem unübersehbaren Signal, das vom Marsch für das Leben ausgeht, wünsche ich eine weite Verbreitung. Denn sich für das Leben einzusetzen, ist Aufgabe eines jeden Christen, der aus der Gewißheit lebt, Geschöpf Gottes zu sein und in seiner Liebe lebt.“

Frank Heinrich MdB (CDU):
„Kinder machen uns reich – und jedes Kind, egal unter welchen Umständen es gezeugt wurde, bleibt ein unverwechselbares Geschöpf Gottes. Hier darf uns jedoch nicht ein bestimmtes Familien- oder Rollenmodell leiten, sondern das unbedingte Ja zum Kind muss im Mittelpunkt stehen. Der Marsch für das Leben ist eine solche Stimme. Ich wünsche, dass sie bundesweit Gehör findet.“

Dr. Andreas Schockenhoff MdB, stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
„Unsere Verfassung sagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Niemand hat also ein Recht, über anderes menschliches Leben zu verfügen. Nach meiner Auffassung zwingt uns das Gebot der menschlichen Würde dazu, menschliches Leben bestmöglich zu schützen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Initiative und die Arbeit des Bundesverbandes Lebensrecht e.V., der seit seiner Gründung nicht nur als Sprachrohr für hilfsbedürftige Mitmenschen fungiert, sondern auch ein Ort des Zuhörens und des gegenseitigen Respekts ist. Ein Ort, der Hoffnung spendet, individuelle Lösungsansätze aufzeigt und Mut macht. Mut, Herausforderungen anzunehmen, neue Wege zu gehen und den anderen eine Chance auf Leben zu geben.“

Martin Kastler, Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP):
„In Europa ist zuerst der Begriff der Menschenrechte formuliert worden. Das grundlegende Menschenrecht, die Voraussetzung für alle anderen Rechte, ist das Recht auf das Leben selbst. Das gilt für das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Abtreibung kann demgemäß kein Menschenrecht sein – sie ist das Gegenteil davon. Sie ist ein „tiefe soziale Wunde“ – so hat es Papst Benedikt 2007 anlässlich seines Besuches in Wien unmißverständlich formuliert.
Auch dieses Jahr werden wieder überzeugte Christen und Lebensschützer aufstehen und Farbe bekennen, wenn sie gemeinsam eintreten für das Menschenrecht der Ungeborenen. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung – noch mal mehr, da Sie alle ahnen, welche Anfeindungen der Lebensgegner Sie erwarten.“